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03.05.12 14:22 Alter: 7 Jahre

Minister Remmel besucht das Life-Projekt Emsaue

Gerd Blume (Bezirksregierung Münster), Hans-Jürgen Hagemann (Bezirksregierung Münster), Umweltminister Johannes Remmel und Regierungspräsident Reinhard Klenke (v. l.)

Spaziergang an der Ems

Die Ems zeigt sich von ihrer besten Seite

Umweltminister Remmel im Interview

Ems zeigt sich von ihrer besten Seite

NRW-Umweltminister Johannes Remmel überzeugte sich am 2. Mai gemeinsam mit Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke und Vertretern des Umweltministeriums persönlich an der Ems vom guten Fortschritt des Life-Projektes Emsaue in Warendorf-Einen. Er folgte damit einer Einladung, die der Regierungspräsident bei seinem Antrittsbesuch ausgesprochen hatte.

Die Kosten des Projekts, das die Ems und ihre Aue auf einem Abschnitt von etwa 4,5 Kilometern in einen naturnahen Zustand versetzen soll, werden mit 2,8 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union finanzieren davon je die Hälfte. Vor kurzem war bereits eine EU-Kommission vor Ort.

"Die Bezirksregierung Münster hat seit 2010 im Projektgebiet bereits rund zwei Drittel der geplanten Baumaßnahmen realisiert und ist stolz auf das bisher Erreichte", sagte Klenke. Bis Anfang 2013 wird in Einen noch gebaut werden, danach übernehmen Fluss und Natur die Regie in diesem Emsabschnitt. Ende 2014 soll das Projekt samt allen Nacharbeiten abgeschlossen sein.

Wie Minister Remmel und der Regierungspräsident während eines etwa zwei Kilometer langen Spaziergangs entlang der Ems von der Lonnbrücke bis zum Infopunkt mit der Aussichtsplattform beobachten konnten, liegt die Bezirksregierung mit den Arbeiten gut im Zeitplan. Im vergangenen Jahr wurden im Bereich westlich der Emsbrücke in Einen drei neue Initialgerinne angelegt. Sie haben zum Ziel, den Lauf der Ems zu verlängern und dadurch die Fließgeschwindigkeit zu verringern sowie die Tiefenerosion zu bremsen. Neue Inseln, Steil- und Gleitufer sind entstanden. Zusammen mit den wieder aktivierten Altarmen sind sie Ruhezonen für Pflanzen und Tiere, die künftig an der Ems mehr Lebensraum finden.

‪„Bäche und Flüsse prägen das Landschaftsbild, sind Erlebnisräume und bedeutende Lebens- und Entwicklungsadern für einen reichhaltigen Schatz heimischer Arten. Lebendige Gewässer sind daher gut für die Natur, für die Menschen und wichtig für die Regionen“, sagte Minister Remmel bei seinem Besuch an der Ems. „Mit unterschiedlichen Maßnahmen wollen wir erreichen, dass die Gewässer ihren natürlichen Charakter und damit ein Stück natürlicher Wasserlandschaft zurückerhalten. Wir wollen dadurch das wertvolle Naturerbe unseres Landes bewahren.“