Englisch ]Deutsch ]
21.09.15 13:02 Alter: 2 Jahre

Erfahrungen von der Ems in Sachsen-Anhalt gefragt

Planer und Vertreter der Bezirksregierung auf Einladung des WWF in Dessau

Am 15. und 16. September waren der Planer der Maßnahmen im LIFE+ Projekt in Einen, Herr Vollmer, und der zuständige Dezernent der Bezirksregierung Münster, Herr Dr. Schimmer, auf Einladung des World-Wide-Fund (WWF) in Dessau, um über ihre Erfahrungen mit Uferentfesselungen und Raubaum Einbau zu berichten.

Anlass für die Einladung war die heftige Opposition der Ortsbürgermeister der Mulde-Anliegergemeinden zu einem WWF Projekt an der Mulde mit ähnlichen Zielen wie an der Ems in Einen. Verständliche Ängste, wenn man sich die von Lothar Ehm, Ortsbürgermeister des beim Hochwasser 2002 vollständig überfluteten Stadtteils Waldersee, heraufbeschworenen Bilder vor Augen führte. Im Laufe der Veranstaltung gelang es, die Diskussion zu versachlichen und deutlich zu machen, dass Deichbrüche und die geplanten Maßnahmen in keinem ursächlichen Zusammenhang stehen. Auch die ökologische Notwendigkeit und die gesetzlichen Vorgaben für eine Verbesserung der Bäche und Flüsse konnten zuletzt an den Beispielen aus NRW verdeutlicht werden.

Bei einer Exkursion in die Auen von Elbe und Mulde verdeutlichten Frau Schuboth und Herr Rast vom WWF, in welchen Dimensionen hier gedacht wird. Deichrückverlegung um 70 Hektar sind dort eine "überschaubare Maßnahme". Deshalb müssen wir auch nicht enttäuscht sein, wenn der Reporter der Mitteldeutschen Zeitung in seinem Artikel angesichts der dortigen Verhältnisse bei dem Ems-Auen-Schutz von Euphemismus spricht. Den Zeitungsartikel finden Sie hier